Ex-Bundestrainer Born im Interview: „Man hat die Chance, die Tennisstars der Zukunft live zu sehen“
- born127
- 28. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Am ersten Tag des Hauptfeldes schaute Ex-DTB-Bundestrainer Hans-Peter Born als Zuschauer beim Turnier vorbei. 2011 betreute er Zverev. Heute spricht Born über seine Eindrücke aus 30 Jahren Trainertätigkeit bei den Internationalen Deutschen Tennismeisterschaften U14.

26 Jahre war Hans-Peter Born als Bundestrainer des Deutschen Tennis Bundes für die Talentsuche und Betreuung der besten Nachwuchstalente Deutschlands zuständig. Neben Europa- und Weltmeisterschaften waren die Internationalen Deutschen Tennismeisterschaften U14 im Kreis Düren jedes Jahr eine wichtige Turnierwoche, um die deutsche Jugend im Vergleich mit den besten 14-jährigen der Welt zu beobachten und als Trainer zu begleiten. So betreute er auch Alexander Zverev auf seinem Weg zum Sieg bei dem traditionsreichen Jugendturnier im Jahre 2011.
Heutzutage kommt er gerne als interessierter Zuschauer zum Turnier, bei dem noch bis zum 01. August täglich hochklassige Spiele auf den Anlagen des TG RW Düren, PFSV Düren und Dürener TV zu sehen sein werden. Jeden Tag ist zudem ab 16:30 Uhr ein „Spiel des Tages“ geplant. In unserem Gespräch mit Blick auf den Center Court sprach Born über die Bedeutung des Turniers für den deutschen Nachwuchs und die Region.

Für den Kreis Düren mit dem Schirmherrn des Turniers, Landrat Dr. Ralf Nolten, ist es jedes Jahr etwas Besonderes, Spielerinnen und Spieler aus der ganzen Welt in Düren begrüßen zu dürfen. Wie siehst du das aus Trainersicht?
„Ja, aus meiner Sicht ist es eines der größten Turniere weltweit für diese Altersklasse. Zu meiner Zeit (und auch heute) kamen wir direkt von den Europameisterschaften zu diesem Turnier. Hier hatte ich dann stets die Gelegenheit die besten 14-jährigen der Welt im Vergleich mit unseren Nachwuchstalenten zu sehen. Gemeinsam mit den, direkt im Anschluss stattfindenden, Weltmeisterschaften waren es dementsprechend wegweisende Wochen.“
Mit Leonie Klösgen, Matthias Gronimus und Lionel Schabio schlagen lokale Talente aus Jülich und Huchem-Stammeln im Hauptfeld auf. Wie wichtig ist es, dass sie sich mit den Besten der Welt messen können?
„Für diese Spielerinnen und Spieler ist es eine sehr gute Standortbestimmung, um direkt mitzuerleben, wie die Weltbesten ihres Alters spielen und wie sie sich auch außerhalb des Platzes verhalten. Aus diesen Erfahrungen können und sollten sie Motivation und Inspiration für ihre eigenen Wege ziehen.“
Was waren deine Highlights bei diesem Turnier?
„Zum ersten Mal war ich 1985 als Verbandstrainer des Württembergischen Tennis Bundes dabei. Damals wurde noch in Brühl gespielt. Ich erinnere mich noch gerne an ein Match meiner Spielerin gegen die spätere Grand-Slam-Siegerin Monica Seles, die bereits in diesem Alter durch ihren Kampfgeist und beidhändige Vorhand auffiel. Natürlich sticht der Erfolg von Alexander Zverev im Jahre 2011 vor mehr als 2.000 Zuschauern in Köln im Finale gegen den heutigen Top-100 Spieler Roman Safiullin heraus.“
Warum sollten Zuschauerinnen und Zuschauer zum Turnier nach Düren kommen?
„Viele der Spielerinnen und Spieler, die ich bei diesem Turnier über die vielen Jahre beobachten durfte, schafften bereits wenige Jahre später den Sprung in die Weltklasse der Erwachsenen. Als Zuschauerin und Zuschauer hat man also die Chance, die Tennisstars der Zukunft aus nächster Nähe spielen zu sehen.“

Infos zum Turnier
Gestern, am Montag (27.7.) ab 9:00 Uhr wurden die ersten Aufschläge im Hauptfeld geschlagen. Jeden Nachmittag findet um ca. 16:30 Uhr ein „Spiel des Tages“ auf den Center-Courts des TG RW Düren und PFSV Düren statt. Der Eintritt ist an allen Tagen frei, auch am traditionell gut besuchten Finalwochenende mit dem großen Finaltag am Samstag, den 01. August. Weitere Informationen und die aktuellen Spielpläne gibt es auf dieser Homepage im Bereich Turnier.
Spielorte:
TG RW Düren: An der Kuhbrücke 18, 52355 Düren
Post-Ford-Sportverein Düren: An Der Kuhbrücke 27, 52349 Düren
Dürener TV: Dr.-Overhues-Allee 251, 52355 Düren




Kommentare